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Zero Waste dank Menüplanung

Vor ein paar Jahren habe ich in einem Coaching die Hausaufgabe gefasst, eine Menüplanung zu machen. Irgendwie erinnerte mich das an den Hauswirtschaftsunterricht von früher und an Familien, die sich eine Haushaltshilfe oder eine Köchin leisteten. Ich war skeptisch. Das Versprechen aber lautete: «Du wirst mehr Zeit für dich haben», da klang Musik in meinen Ohren.


Heute, acht Jahre später ist die Menüplanung ein Fixpunkt in meiner Agenda. Und Fixpunkte schaffen es nur in meine Agenda, wenn ich von deren Nutzen überzeugt bin. Das sind meine fünf Vorteile der Menüplanung:


1. Zeitengpässe abfedern

Zeitengpässe kann ich so gut abfedern. Aufwändigere Gerichte oder Neuigkeiten plane ich auf Tage mit mehr Zeit. Und es gibt Regelmässigkeiten. Sonntag Abend kochen wir warm, denn gleichzeitig wird vorgekocht für Montag. Donnerstags ist Mittagstisch, da muss es kinderfreundlich sein und am Samstagmittag kommen die Kinder vom Sport, da gibt es Nudelsuppe mit frischem Gemüse. Und wenn wir dann am Montagabend Lust auf das Gericht von Freitag haben, tauschen wir einfach, eingekauft ist ja alles. 😊


2. Vielseitigkeit und Abwechslung

Wenn die Zeit knapp ist oder schnell eine Mahlzeit her muss, ist die Gefahr gross, dass dreimal die Woche Pasta mit Sauce auf dem Tisch landet. Mit einem Blick auf die gesamte Woche, merkt man schnell, wenn es einseitig wird und kann Alternativen suchen. Bei uns zum Beispiel gibt es seither öfters Bulgur, Ebly, Kartoffeln, Linsen, Wildreis, etc.


3. Kaum Food Waste

Weil wir kaufen, was wir brauchen und brauchen, was wir haben, liegt unser Food Waste bei nahezu Null. Und wenn mal ein Stück Brot hart wird, gibt’s daraus eben Ofenraclette oder selbstgemachtes Paniermehl.


4. Kinder sind involviert

Immer am Sonntagabend heisst es: «Was habt ihr für Essenswünsche?» So können die Kinder Wünsche anbringen und mitbestimmen, was aufgetischt wird. Natürlich gibt es nicht sechsmal Pizza, auch wenn Junior sich das wünscht.😊

5. Es spart Zeit und Geld

Am Samstagvormittag nicht einkaufen zu müssen, ist für mich persönlich ehrlich gesagt Grund genug auf Menüplanung zu setzen und den Einkauf auf einen anderen Zeitpunkt zu legen. So dauert unsere Menüplanung mit Einkaufen pro Woche 2 Stunden. Mehrere kleine Einkäufe pro Woche summieren sich zeitlich. Zudem reduzieren sich die Spontankäufe, z.b. auf doppelt und dreifach eingepackte Aktionen oder die Lustkäufe auf «leeren Magen».


Eine Ausnahme mache ich gerne freitags. Da ist in Rapperswil Markttag. Trotzdem kaufe ich meistens Gemüse für die gesamte Woche ein und plane einfach so, dass die Gemüse entsprechend ihrer Lagerfähigkeit verkocht sind.


Wie macht ihr es so? Macht ihr auch Menüplanung? Was sind eure Tipps und Erfahrungen?


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