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Lebe leichter ohne Müll – fünf Erkenntnisse

Aktualisiert: 5. Feb. 2023

Du hast dich entschieden, abfallfreier und nachhaltiger durch dein Leben zu gehen? Du weisst aber aufgrund der unzähligen Möglichkeiten nicht genau, wie oder womit du starten sollst? Dann bist du hier genau richtig. Ich zeige dir, wie du dich von unnötigem Ballast befreist und so mit mehr Leichtigkeit dein Leben geniessen kannst.



Eines gleich vorweg: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wer am Anfang seiner abfallfreien Karriereleiter steht, muss sich nicht schlecht fühlen, wenn sein

Jahresabfall nicht in ein Einmachglas passt.


Wichtig ist, überhaupt anzufangen und sich auf den Weg zu machen. Das gelingt am besten mit kleinen Schritten, welche gut in den Alltag integriert werden können. Diese Strategie verspricht am meisten Erfolg. Und dieser motiviert dich, weiterzumachen und dranzubleiben.

Rückschläge gehören dazu. Mal geht alles leicht von der Hand, mal siegt das Bequeme. Das ist ok so.

Es ist wie beim altbekannten Leiterlispiel: Zwei Schritte vor, zwischendurch mal wieder einen zurück oder runterpurzeln, dann wieder aufstehen, die nächsten Sprossen hoch und so weiter und so fort. So kommst du deinem von dir festgelegten Ziel mit jedem Tag näher und näher. Und ganz wichtig: Es darf spielerisch sein und Spass machen! Auf geht’s:


Meine ersten kleinen Schritte

Aufgrund einer Veränderung im privaten Bereich habe ich im Jahr 2016 begonnen, viele Dinge in meinem Leben bewusster wahrzunehmen und zu hinterfragen, so auch das Thema Nachhaltigkeit. So habe ich zuerst jene Gewohnheiten geändert, welche nur mich betrafen. Als allererstes sagte ich mir: durch mich kommt kein einziger Plastiksack mehr in meine Wohnung. Gesagt, getan. Von nun an hatte ich immer eine Papiertüte oder einen Stoffbeutel dabei, wenn ich einkaufen ging. Und hatte ich mal keine dabei und brauchte trotzdem irgendetwas dringend, dann kaufte ich nur so viel, wie ich mit beiden Händen nach Hause tragen konnte.


Der nächste Schritt war, alle Vorräte in der Küche (inkl. Tiefkühler, Alufolie, Haushaltpapier, etc.) aufzubrauchen und Geschirr, das ich nie benutzte, ins Brockenhaus zu bringen. Danach folgte das Badezimmer. Hier habe ich ebenfalls reduziert und aufgebraucht, zur Holzzahnbürste und auf Zahntabs gewechselt und bin vom Duschmittel in der Plastikflasche auf feste Seite und Shampoo umgestiegen.


Mit festen Haar- und Körperseifen lässt sich viel Verpackungsmüll sparen. Die Abfülleraj bietet ein grosses Sortiment.

So nahm ich mir Raum für Raum vor und stellte auf konsequentes Recycling (inkl. Plastik) um.


Fünf Erkenntnisse

Gerne verrate ich dir nachfolgend meine fünf Erkenntnisse, die ich auf meinem Weg gemacht habe:


1. Bestehendes aufbrauchen

Ob die Essensvorräte oder die zahlreichen Kosmetikmuster im Badezimmer vom letzten Urlaub, ich empfehle dir zuerst all deine Vorräte der Reihe nach aufzubrauchen. Sobald etwas fertig ist, recherchierst du Produkt für Produkt nach einer unverpackten, nachhaltigen Alternative. Probiere die neue Variante aus und schau, ob dir dieses Produkt entspricht. Ich bin überzeugt, du wirst fündig.


2. Mehrweg statt Einweg. Es gibt nichts Gesünderes und Günstigeres, als Leitungswasser zu trinken. Füll deine Edelstahl- oder Glasflasche bereits am Morgen mit Wasser und hab diese von jetzt an immer dabei. Bist du eher der Tee- oder Kaffeetrinker? Hier gibt es tolle Thermobehälter, welche du immer wieder befüllen kannst. Die Investition lohnt sich schon nach kurzer Zeit und du sparst viele Papp- und Plastikbecher ein.


3. Unverpackt einkaufen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, unverpackt einzukaufen: Vielleicht hast du das Glück einen Unverpackt Laden in deiner Nähe zu haben. Hier kannst du mit deinen eigenen Behältern (Gläser, Stoffbeutel, Guezli- und Tupperdosen, etc.) so viel abfüllen, wie du wirklich benötigst. Das beugt dem weit verbreiteten Foodwaste vor (hier ein tolles Projekt in Rapperswil-Jona). Oder aber du gehst mit deinem Korb und deinen Gemüsesäckchen auf einem Frischwarenmarkt, wie dem Freitagsmarkt in Rapperswil, einkaufen. In vielen Fachgeschäften kann man die eigenen Behälter mitnehmen, fragen lohnt sich. An vielen Orten werden auch Gemüsetaschen im Abo angeboten. Bei diesem Angebot wird man der Saisonalität und Regionalität gerecht. In Jona bietet zum Beispiel der Auhof ein Gemüsetaschen-Abo, welche du dann in der Abfülleraj abholen kannst.


4. Konsumverhalten hinterfragen

In der heutigen Konsumgesellschaft mit ihrer gigantischen Auswahl an Angeboten, welche überall und jederzeit verfügbar sind, ist es oftmals schwierig, etwas abzulehnen. Achtsamkeit kann dir dabei helfen, Nein zu Dingen zu sagen, welche du nicht wirklich benötigst.

Wenn ein neues Stück kommt, geht ein altes.

Folgende Fragen/Strategien haben mir geholfen, nicht unüberlegt Dinge zu kaufen, sei es aus Langeweile, Frust oder Gewohnheit. Vielleicht helfen sie dir, bewusster einzukaufen:

  • Frage dich: Brauche ich das wirklich? Ist das lebensnotwendig? Ist mir dieses Produkt so wichtig, dass ich es bei einem Verlust (z.B. Hausbrand) wieder ersetzen würde?

  • Vor der Kasse: Schau in den Korb und lege mindestens ein Produkt zurück, das du nicht wirklich benötigst. Glaub mir, es gibt immer etwas

  • Schlaf eine Nacht über einen möglichen Kauf. Meistens ist der Wunsch nach diesem Gegenstand am nächsten Tag nicht mehr so gross, wie wenn du unmittelbar davor stehst

  • Wenn du etwas kaufst (z.B Schuhe, Kleider), dann gib zu Hause von der gleichen Sorte ein Stück weg, das du nicht mehr trägst, damit sich nicht immer mehr und mehr ansammelt

5. Zero Waste – ein Lebensstil

Zero Waste ist mehr als nur eine Alibiübung, Abfall zu vermeiden. Zero Waste ist ein Lebensstil. Dazu gehören weitere Themen wie z.B. Bücherausleihe-/Tausch statt Bücherkauf, reparieren/ausleihen statt neu kaufen, digitales Büro, Digital Detox und Achtsamkeit, Minimalismus, Entrümpeln, Zeit- statt Geldgeschenke, welche Leute bereichern mein Leben, welche ziehen mir eher Energie ab, und noch viele spannende Themen mehr.

Zero Waste - ein Lebensstil

Dies würde aber den Rahmen hier sprengen. Ich habe festgestellt, dass bei mir nun Qualität vor Quantität steht, dass ich zufriedener bin und mich gesünder ernähre und dass ich am Ende des Monats weniger Geld ausgegeben habe. Diese und weitere Vorteile von Zero Waste zeigen wir dir gerne zu einem späteren Zeitpunkt auf.


Getreu dem Motto «weniger ist mehr» oder «mehr sein als haben» habe ich mich vor ein paar Jahren auf einen abfallfreieren Weg gemacht. Wann machst du dich auf deinen Weg? Gerne beraten wir dich auf deinem Weg und freuen uns auf deinen Besuch bei uns in der Abfülleraj. Da findest du noch mehr Ideen für deinen abfallfreieren Alltag.


Zur Autorin

Simone ist eine der fünf Gründerinnen der Abfülleraj. Vor mehreren Jahren hat sie sich auf den Weg zu einem nachhaltigeren Lebensstil gemacht und ist interessiert an Zero Waste, Minimalismus und Achtsamkeit. Gerne gibt sie ihr durch Erfahrung erworbenes Wissen an interessierte Erwachsene und Kinder weiter.

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